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Südzucker unter Druck: Zuckersegment rutscht in Verlustzone

Früchte und Spezialitäten schwächer – Fruchtsegment als einziger Lichtblick

2 Min.

14.01.2026

Der Zuckerkonzern Südzucker hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Umsatz des Konzerns fiel in der Periode von März bis November 2025 um 1,1 Milliarden Euro auf 6,4 Milliarden Euro, und das operative Ergebnis wurde mehr als halbiert: Es sank von 236 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 95 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte – ein Rückgang um mehr als 50 Prozent. Besonders stark traf es das traditionelle Zuckersegment, das einen operativen Verlust auswies und im Zeitraum 2,2 Milliarden Euro Umsatz erzielte, nachdem dieser Bereich zuvor noch Wachstum verzeichnet hatte. Verantwortlich waren deutlich gesunkene Zuckerpreise und rückläufige Absatzmengen, insbesondere im Exportgeschäft. Die schwächere Marktlage konnte nicht durch geringere Herstellungskosten ausgeglichen werden.

Auch in den anderen klassischen Geschäftsfeldern zeigte sich ein herausforderndes Bild: Im Spezialitätenbereich fiel das operative Ergebnis auf 119 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro, während das CropEnergies-Segment bei 609 Millionen Euro Umsatz nur noch 3 Millionen Euro operativen Gewinn erzielte. Beides lag deutlich unter den Vorjahreswerten. In der Stärke-Sparte gingen sowohl Umsatz als auch Ergebnis zurück. Dem standen positive Entwicklungen im Fruchtsegment gegenüber: Hier stieg das operative Ergebnis auf 90 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, getragen von gestiegenen Preisen und verbesserten Margen.

Trotz der Belastungen bestätigte Südzucker seine Prognose für das Gesamtjahr 2025/26: Der Konzern erwartet einen Umsatz zwischen 8,3 Milliarden Euro und 8,7 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis zwischen 100 Millionen Euro und 200 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2024/25 hatte Südzucker 9,7 Milliarden Euro Umsatz und 350 Millionen Euro operatives Ergebnis erzielt. Die Zahlen spiegeln den anhaltenden Druck durch niedrige Zuckerpreise wider und zeigen, dass das Kerngeschäft weiter herausfordernd bleibt, auch wenn einzelne Bereiche wie Frucht Wachstum bieten.

Insgesamt verdeutlichen die aktuellen Zwischenergebnisse, wie stark traditionelle Zuckeraktivitäten nach wie vor von globalen Preisentwicklungen und Handelsvolumina abhängen. Analysten sehen in der Entwicklung ein Signal, dass strukturelle Anpassungen nötig sind, um längerfristig wieder stabilere Ergebnisse zu erzielen.

SK

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