Die Absatzschwäche der Autohersteller trifft derzeit auch viele Zulieferbetriebe. Für die betroffenen Unternehmen in Sachsen und Thüringen bieten sich laut einer Studie jetzt Chancen in der Rüstungsindustrie. Dies sei nicht der alleinige Rettungsanker für den Automotive-Bereich, aber die Unternehmen müssten sich breiter aufstellen und Rüstung könne eine Komponente sein. Das sagte laut der Deutschen Presse-Agentur der Branchenexperte Werner Olle.
Während die Absatzschwäche der deutschen Auto-Industrie und der Wandel hin zur Elektromobilität viele Zulieferer hart trifft, verzeichnet die Rüstungsindustrie wegen internationaler Konflikte wie dem Krieg Russlands auf die Ukraine starke Zuwächse und expandiert. So hat etwa der Konzern KNDS das frühere Waggonwerk in Görlitz übernommen, um dort Panzerteile zu produzieren. Die Auto-Industrie hat ebenfalls Rüstungsprojekte im Blick, um Überkapazitäten abzubauen. So sucht Volkswagen eine Zukunft für sein Werk im niedersächsischen Osnabrück und führt dazu nach eigenen Angaben auch Gespräche mit Rüstungsunternehmen.