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Historischer Bruch: 165 Jahre Tradition enden

Trump bringt seinen Namen nun auch auf den Dollar

Der Dollar bekommt eine neue Unterschrift – und sie ist politisch. Trump setzt seinen Namen auf US-Geldscheine und beendet damit eine 165-jährige Tradition.

2 Min.

27.03.2026

Die USA brechen mit einer sehr alten Tradition: Künftig soll die Unterschrift von Präsident Donald Trump auf US-Banknoten erscheinen. Damit endet eine Praxis, die seit 165 Jahren Bestand hatte.

Bislang trugen US-Geldscheine die Signaturen des Finanzministers und des US-Treasurers. Diese Struktur wird nun verändert. Die Unterschrift des Präsidenten soll die des Treasury-Vertreters ersetzen, während die Signatur des Finanzministers weiterhin bestehen bleibt.

Die neuen Banknoten sollen ab Sommer 2026 zunächst auf 100-US-Dollar-Scheinen in Umlauf gebracht werden, weitere Stückelungen sollen folgen. Hintergrund ist unter anderem das 250-jährige Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeit, das im selben Jahr gefeiert wird.

Erstmals ein amtierender Präsident
Mit der Entscheidung wird erstmals ein amtierender Präsident direkt auf US-Banknoten sichtbar. Bisher war dies bewusst vermieden worden, um staatliche Symbole von aktuellen politischen Personen zu trennen.

Rechtlich ist die Änderung möglich, da sich die Vorgaben für Papiergeld von denen für Münzen unterscheiden. Während auf Münzen grundsätzlich nur verstorbene Persönlichkeiten abgebildet werden dürfen, besteht bei Banknoten ein größerer Gestaltungsspielraum.

Symbolik und Kritik
Die Maßnahme wird unterschiedlich bewertet. Befürworter sehen darin ein Zeichen wirtschaftlicher Stärke und eine Würdigung der aktuellen politischen Führung. Kritiker hingegen warnen vor einer Politisierung der Währung und sehen eine Aufweichung historischer Trennungslinien zwischen Staat und politischer Führung.

Die Entscheidung steht zudem im Kontext weiterer Initiativen, mit denen Trump seinen Namen stärker mit staatlichen Symbolen verknüpfen will – darunter geplante Gedenkmünzen und andere repräsentative Projekte.

Ein symbolischer Eingriff mit Signalwirkung
Auch wenn sich an Funktion und Gestaltung der Banknoten sonst nichts ändert, hat die Entscheidung eine klare Signalwirkung. Geld gilt als eines der neutralsten Symbole eines Staates.

Die Integration der Präsidentensignatur verschiebt diese Wahrnehmung – zumindest auf symbolischer Ebene.

Damit wird eine bislang stabile Grenze verschoben: zwischen staatlicher Institution und politischer Person.

SK

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