Wirtschaft

Zollstreit eskaliert erneut zwischen USA und China

Urteil des US-Gerichts schwächt Washingtons Position

Peking verlangt das Ende einseitiger US-Zölle nach einem Gerichtsurteil. Der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften bleibt angespannt.

2 Min.

23.02.2026

China hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, sämtliche einseitigen Strafzölle gegen Handelspartner zurückzunehmen. Hintergrund ist ein Urteil des Obersten US-Gerichtshofs zur amerikanischen Zollpolitik, dessen Auswirkungen die chinesische Regierung nun umfassend prüfen will.

Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums verstoßen die US-Maßnahmen sowohl gegen internationale Handelsregeln als auch gegen amerikanisches Recht und lägen »nicht im Interesse einer der Parteien«. Peking sieht in den Zöllen ein zentrales Hindernis für stabile Wirtschaftsbeziehungen und globale Handelsströme.

Die Forderung erfolgt in einer Phase anhaltender Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Seit Jahren versuchen die USA, durch Strafzölle Druck auf China auszuüben — etwa wegen Handelsdefiziten, Technologietransfers und geopolitischer Rivalität. China reagierte mehrfach mit Gegenzöllen und anderen Maßnahmen.

Experten gehen davon aus, dass das Gerichtsurteil die Verhandlungsposition Washingtons schwächen könnte, da es Zweifel an der rechtlichen Grundlage einzelner Maßnahmen aufwirft. Gleichzeitig bleibt offen, ob die US-Regierung tatsächlich bereit ist, ihre protektionistische Handelspolitik zu ändern.

Für die Weltwirtschaft hätte eine Lockerung der Zölle erhebliche Folgen. Sie könnte Lieferketten stabilisieren, Inflationsdruck mindern und Investitionen erleichtern. Umgekehrt droht bei einer weiteren Eskalation ein neuer Handelskrieg mit spürbaren Auswirkungen auf Wachstum, Rohstoffmärkte und geopolitische Beziehungen.

Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass der Konflikt zwischen Washington und Peking weiterhin eine der zentralen Unsicherheitsquellen für die globale Wirtschaft bleibt — mit potenziellen Folgen weit über den bilateralen Handel hinaus.

SK

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