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Barbie-Hersteller verschreckt Anleger mit vorsichtigem Ausblick

Hohe Investitionen und Konsumflaute drücken Profitabilität

Der Spielzeughersteller Mattel verliert nach enttäuschenden Quartalszahlen und einer schwachen Gewinnprognose für 2026 massiv an Börsenwert.

2 Min.

16.02.2026

Die Aktie des US-Spielwarenkonzerns Mattel ist nach Vorlage der Quartalszahlen und eines schwachen Ausblicks für 2026 massiv eingebrochen. Im nachbörslichen Handel verlor das Papier zeitweise rund 30 Prozent an Wert, nachdem das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich verfehlte.

Im vierten Quartal erzielte Mattel zwar einen Umsatzanstieg auf rund 1,77 Milliarden US-Dollar, blieb damit jedoch unter den Prognosen. Der bereinigte Gewinn lag mit 0,39 US-Dollar je Aktie ebenfalls deutlich unter den erwarteten Werten. Ausschlaggebend waren unter anderem starke Rabattaktionen im Weihnachtsgeschäft, die die Margen belasteten.

Als Hauptursache gilt eine zurückhaltende Nachfrage insbesondere in den USA. Preisbewusste Verbraucher griffen verstärkt zu günstigen Angeboten, während Händler vorsichtiger bei der Lagerhaltung agierten. Dadurch sah sich Mattel gezwungen, verstärkt Preisnachlässe zu gewähren, was die Profitabilität zusätzlich unter Druck setzte.

Besonders negativ bewerteten Investoren die Prognose für das laufende Jahr. Mattel erwartet für 2026 einen bereinigten Gewinn von lediglich 1,18 bis 1,30 US-Dollar je Aktie — deutlich weniger als die zuvor angenommenen rund 1,75 US-Dollar. Gleichzeitig sollen strategische Investitionen in digitale Spiele, Marketing und Markenentwicklung kurzfristig die Ergebnisse belasten.

Trotzdem rechnet der Konzern mit moderatem Umsatzwachstum von etwa 3 bis 6 Prozent. Langfristig setzt Mattel auf den Ausbau eines breiteren Unterhaltungsökosystems rund um seine bekannten Marken sowie auf neue Filme, Lizenzprodukte und digitale Angebote.

Die Reaktion der Börse zeigt, wie sensibel Investoren auf schwache Gewinnperspektiven reagieren — selbst wenn Umsatz und Markenstärke stabil erscheinen. In einem Umfeld hoher Inflation und unsicherer Konsumnachfrage geraten klassische Konsumgüterhersteller besonders unter Druck.

SK

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