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Milliardenprojekt soll Bremerhaven zum Hightech-Hafen ausbauen

Maersk und Eurogate investieren in Kapazität, Digitalisierung und Klimaneutralität

Eine Milliardeninvestition soll das Containerterminal Bremerhaven modernisieren, klimaneutral machen und die Kapazität deutlich erhöhen. Ziel ist ein strategischer Logistikhub für Europa.

2 Min.

14.02.2026

Der Hafenstandort Bremerhaven erhält eine der größten privaten Infrastrukturinvestitionen der letzten Jahre. Die Reederei Maersk und der Terminalbetreiber Eurogate planen, rund einer Milliarden Euro in die umfassende Modernisierung ihres gemeinsamen Containerterminals zu investieren. Ziel ist es, den Standort langfristig wettbewerbsfähig zu halten und seine Rolle als zentraler Logistikknotenpunkt in Europa zu stärken.

Im Mittelpunkt der Pläne steht die vollständige Elektrifizierung des Umschlags sowie der Einsatz erneuerbarer Energien. Dadurch soll der Betrieb weitgehend klimaneutral werden und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sinken. Gleichzeitig wird die technische Ausstattung modernisiert, um Effizienz und Automatisierung deutlich zu erhöhen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausweitung der Kapazität. Der Containerumschlag soll von derzeit rund 3 Millionen Standardcontainern (TEU) pro Jahr auf etwa 4 Millionen steigen. Damit würde Bremerhaven seine Position unter den wichtigsten europäischen Seehäfen festigen und größere Schiffskapazitäten bewältigen können.

Die Investition gilt auch als strategisches Signal für die Stabilität globaler Lieferketten. Nach Einschätzung der Unternehmen soll der modernisierte Hafen als resilienter Umschlagplatz fungieren und die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Import- und Exportgütern absichern.

Politik und Wirtschaft sehen in dem Projekt zugleich eine Stärkung des Industriestandorts Deutschland. Bremerhaven gehört zu den bedeutendsten Containerhäfen des Landes und spielt eine zentrale Rolle im internationalen Warenverkehr. Experten betonen jedoch, dass der Erfolg auch von infrastrukturellen Voraussetzungen wie Fahrrinnen, Hinterlandanbindungen und Genehmigungen abhängt.

SK

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