Vier Jahre nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines ist ein zweiter Verdächtiger gefasst worden. Die Bundesanwaltschaft ließ den Ukrainer Wolodymyr Z. in Kroatien von dortigen Beamten festnehmen. Das teilte die Karlsruher Behörde laut der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um den Mann, der im Herbst 2025 bereits in Polen festgenommen worden war. Die polnische Justiz lehnte den deutschen Auslieferungsantrag damals ab, so kam der Ukrainer frei.
Der Mann soll laut Bundesanwaltschaft als ausgebildeter Taucher an den Tauchgängen in der Ostsee beteiligt gewesen sein, bei denen die Sprengsätze an den Gasleitungen platziert wurden. Bislang wurde für die Anschläge niemand zur Rechenschaft gezogen. Ende August 2025 konnte der mutmaßliche Drahtzieher der Operation auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls an der Adria-Küste gefasst werden. Die Bundesanwaltschaft hat vor einigen Wochen Anklage gegen ihn am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg erhoben.