Wegen eingebrochener Fleischpreise fordert der Bauernverband von der Bundesregierung schnelle Finanzhilfen für schweinehaltende Betriebe. Im Frühjahr und Sommer sei eine völlig ungewöhnliche, deutliche Preisabwärtsentwicklung zu beobachten, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Angesichts der außerordentlichen Marktkrise verlangt der Verband Liquiditätshilfen und weitere Erleichterungen.
Der Bauernverband spricht in dem Papier von einer katastrophalen Lage am Schweinemarkt in Deutschland und Europa. Mit aktuellen Preisrückgängen auf 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht für Schweinefleisch seien vielfach nicht einmal mehr die variablen Kosten zu decken.
Ursache sei ein Zusammentreffen negativer Entwicklungen auf internationalen Märkten, die die Exportbedingungen für europäisches Schweinefleisch spürbar verschlechterten. Bisher nach außerhalb der EU gehende Mengen blieben so im europäischen Markt.