Von einer nachhaltigen Trendwende in der chemischen Industrie kann trotz einer verbesserten Stimmung noch keine Rede sein. Das vom Münchner ifo Institut erhobene Geschäftsklima für die Branche lag im Juni bei 17,8 Punkten - das waren 11,2 mehr als noch im Mai. Laut ifo Expertin Anna Wolf blieben die strukturellen Probleme der deutschen Chemie erhalten, auch wenn sich nach langer Zeit erstmals wieder ein Hoffnungsschimmer abzeichne.
Vor allem die aktuelle Lage wird inzwischen wieder relativ solide eingeschätzt. Sie stieg den dritten Monat in Folge und liegt nun mit minus 2,9 Punkten nur noch minimal im negativen Bereich. Das ist der höchste Wert seit 2024. Doch auch die Geschäftserwartungen, die im Mai noch auf ein Mehrjahrestief gefallen waren, stiegen deutlich. Mit minus 31,5 Punkten sind sie allerdings noch immer schlecht.