Die Immobilienpreise in Deutschland dürften nach Einschätzung des Genossenschaftsbankenverbands BVR weiter spürbar anziehen. Der Bankenverband rechnet mit einem Anstieg von drei Prozent in diesem Jahr, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Wegen des stockenden Neubaus werde der Bedarf an neuen Wohnungen wohl nur gut zur Hälfte (58 Prozent) gedeckt. Zudem entstehe Wohnraum teils in schrumpfenden ländlichen Regionen, während in Ballungszentren Wohnungen fehlten.
Der Druck auf Immobilienkäufer sei in den vergangenen Jahren gestiegen, schreibt der Verband in seiner Studie. Bundesweit sind demnach die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum zwischen 2018 und 2025 rund sieben Prozent stärker gestiegen als die verfügbaren Einkommen. Für viele junge Haushalte bleibe der Erwerb von Wohneigentum schwer erreichbar und sei häufig nur mit Erbschaften, Schenkungen oder familiärer Unterstützung realistisch.