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Deutschland erzielt im Emissionshandel 2025 Rekordeinnahmen

Klima- und Transformationsfonds gestärkt

2 Min.

07.01.2026

Deutschland hat im Jahr 2025 mit dem Verkauf von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel einen historischen Einnahmerekord erzielt, wie aus jüngsten Meldungen hervorgeht. Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) in Berlin flossen insgesamt über einundzwanzig Komma vier Milliarden Euro in die Staatskassen, gegenüber achtzehn Komma fünf Milliarden Euro im Jahr 2024.

Die Einnahmen stammen aus Auktionen von Emissionszertifikaten, die Unternehmen benötigen, um ihre Treibhausgasemissionen legal ausstoßen zu dürfen. Der Erlös aus dem Handel mit diesen Kohlendioxidzertifikaten wird vollständig in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) eingespeist. Aus diesem Fonds werden unter anderem Maßnahmen zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung, zur Dekarbonisierung der Industrie, zur Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge finanziert.

Seit Einführung des Emissionshandels im Jahr 2008 haben die Gesamterlöse die Marke von mehr als einhundert Milliarden Euro überschritten, was die zunehmende Bedeutung des Instruments für die nationale Klima- und Energiepolitik unterstreicht. Die gestiegenen Einnahmen reflektieren sowohl höhere Preise für nationale Zertifikate als auch eine kontinuierlich große Nachfrage nach Emissionsrechten in verschiedenen Sektoren.

Trotz Rekordeinnahmen betonen Experten, dass der Emissionshandel weiterhin ein zentrales Instrument zur Reduktion von Treibhausgasen bleiben muss, um die Klimaziele der EU und Deutschlands zu erreichen. Die Einnahmen schaffen finanzielle Spielräume für den gewaltigen Umbau der Energie- und Wirtschaftsstruktur, stellen aber zugleich Anforderungen an den effizienten Einsatz der Mittel zur Beschleunigung der Transformation.

SK

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