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Volkswagen plant 50000 Stellen weniger bis 2030

Gewinneinbruch zwingt Autobauer zu massivem Sparkurs

Volkswagen reagiert auf einen drastischen Gewinneinbruch. Der Autobauer verdiente 2025 rund 44 Prozent weniger als im Vorjahr. Bis 2030 sollen deshalb etwa 50000 Stellen im Konzern wegfallen.

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10.03.2026

Der Volkswagen-Konzern verschärft seinen Sparkurs und plant bis zum Jahr 2030 den Abbau von rund 50000 Arbeitsplätzen in Deutschland. Die Einschnitte betreffen mehrere Marken des Konzerns, darunter die Kernmarke Volkswagen, Audi, Porsche sowie die Softwareeinheit Cariad.

Hintergrund ist eine deutliche Verschlechterung der finanziellen Lage. Der Gewinn des Konzerns ist im Jahr 2025 um rund 44 Prozent eingebrochen und sank von 12,4 Milliarden Euro auf etwa 6,9 Milliarden Euro. Damit fiel das Ergebnis auf den niedrigsten Stand seit der Dieselkrise.

Der Umsatz blieb mit rund 322 Milliarden Euro nahezu stabil. Gleichzeitig gingen jedoch die Auslieferungen leicht zurück. Weltweit verkaufte der Konzern 2025 rund 8,98 Millionen Fahrzeuge und damit etwa 0,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Rückgänge in China und Nordamerika konnten durch Zuwächse in Europa nicht vollständig ausgeglichen werden.

Belastet wird Volkswagen durch mehrere Faktoren gleichzeitig. Dazu zählen steigende Kosten für die Transformation zur Elektromobilität, ein intensiver Wettbewerb auf dem chinesischen Markt sowie neue Handelskonflikte und Importzölle. Auch Probleme bei der Tochtermarke Porsche haben zuletzt auf die Konzernbilanz durchgeschlagen.

Der Stellenabbau soll nach Angaben des Unternehmens überwiegend sozialverträglich erfolgen, etwa über Altersteilzeitprogramme oder freiwillige Abfindungen. Betriebsbedingte Kündigungen sind derzeit nicht vorgesehen.

Der Umbau gilt als einer der größten Transformationsprozesse in der Geschichte des Konzerns. Volkswagen versucht damit, seine Kostenstruktur an die tiefgreifenden Veränderungen der globalen Automobilindustrie anzupassen.

SK

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