OpenAI hat den österreichischen Softwareentwickler Peter Steinberger unter Vertrag genommen, den Schöpfer des autonomen KI-Agenten OpenClaw. Laut Unternehmenschef Sam Altman soll Steinberger an der »nächsten Generation persönlicher Agenten« arbeiten — also KI-Systemen, die eigenständig Aufgaben für Nutzer erledigen können.
OpenClaw selbst bleibt weiterhin ein Open-Source-Projekt. Steinberger plant nach eigenen Angaben, das System in eine Stiftung zu überführen und als Plattform für Entwickler, Hacker und Nutzer auszubauen, die ihre Daten lokal kontrollieren wollen.
Der KI-Agent sorgte in den vergangenen Monaten international für Aufsehen. Anders als klassische Chatbots kann OpenClaw eigenständig Aktionen ausführen — etwa E-Mails bearbeiten, Termine organisieren oder digitale Dienste steuern. Die Software läuft dabei typischerweise lokal auf dem eigenen Computer und wird über gängige Messaging-Apps bedient.
Entwickelt wurde OpenClaw Ende 2025 als zunächst kleines Nebenprojekt, das innerhalb kurzer Zeit viral ging. Der Ansatz gilt als Teil eines größeren Trends hin zu sogenannten agentischen KI-Systemen, die nicht nur antworten, sondern handeln.
Gleichzeitig warnen Experten vor Risiken. Autonome Agenten greifen tief in IT-Systeme ein und können bei Fehlkonfiguration sensible Daten preisgeben oder unerwünschte Aktionen ausführen. Sicherheitsfragen gelten daher als zentrale Herausforderung für die nächste Phase der KI-Entwicklung.
Mit Steinbergers Wechsel zu OpenAI verschärft sich der Wettbewerb um praxistaugliche KI-Agenten. Neben der reinen Modellleistung rückt zunehmend die Fähigkeit in den Fokus, digitale Assistenten in reale Arbeits- und Lebensprozesse zu integrieren.
SK