Der Autobauer Mercedes-Benz hat im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Das Konzernergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um rund 49 Prozent auf etwa 5,3 Milliarden Euro nach zuvor 10,4 Milliarden Euro. Auch Umsatz und Absatz gingen zurück, was den wirtschaftlichen Druck auf den Stuttgarter Hersteller erhöht.
Der Konzernumsatz verringerte sich um rund 9 Prozent auf etwa 132,2 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis deutlich stärker zurückging. Insgesamt verkaufte Mercedes rund 2,16 Millionen Fahrzeuge, was ebenfalls einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders stark betroffen war das Geschäft in China, dem wichtigsten Einzelmarkt des Unternehmens, wo die Verkaufszahlen deutlich einbrachen.
Als Ursachen für die schwache Entwicklung nennt das Unternehmen vor allem steigende Kosten, belastende Wechselkurseffekte sowie einen intensiveren Wettbewerb auf dem globalen Automarkt. Zusätzlich wirkten sich Handelszölle und strukturelle Veränderungen in der Automobilbranche negativ auf das Ergebnis aus.
Trotz der schwierigen Lage sieht die Unternehmensführung die Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen und setzt auf Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen und neue Modelloffensiven. Ziel ist es, die Profitabilität langfristig wieder zu erhöhen und die Transformation hin zu neuen Technologien voranzutreiben.
Der Gewinneinbruch bei Mercedes gilt als Beispiel für die derzeit angespannte Situation der internationalen Automobilindustrie. Steigende Produktionskosten, geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und der Wandel zur Elektromobilität erhöhen den Wettbewerbsdruck auf Hersteller weltweit.
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