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Weltweit entstehen täglich mehr als 2.600 neue Millionäre

Der UBS Global Wealth Report zeigt: Vermögen wächst wieder schneller – besonders dort, wo Kapitalmärkte stark sind

2 Min.

01.07.2026

Die Zahl klingt spektakulär: 2025 sind weltweit fast eine Million neue US-Dollar-Millionäre hinzugekommen. Das entspricht mehr als 2.600 Menschen pro Tag. Der neue UBS Global Wealth Report zeigt aber nicht nur wachsenden Reichtum, sondern auch, wie ungleich dieser entsteht.
 

Weltweit ist die Zahl der US-Dollar-Millionäre 2025 deutlich gestiegen. Laut dem aktuellen Global Wealth Report der UBS kamen innerhalb eines Jahres knapp eine Million Menschen hinzu, deren Vermögen die Marke von einer Million US-Dollar überschreitet. Rechnerisch entspricht das mehr als 2.600 neuen Millionären pro Tag.

Treiber dieser Entwicklung waren vor allem robuste Aktienmärkte, steigende Vermögenswerte und in vielen Ländern weiterhin hohe Immobilienpreise. Besonders stark fiel der Zuwachs in den USA aus. Dort entstanden laut Bericht mehr als 1.200 neue Millionäre pro Tag – fast die Hälfte des weltweiten Zuwachses.

Vermögen entsteht dort, wo Vermögen schon vorhanden ist

Die Entwicklung zeigt, wie stark Vermögensaufbau inzwischen an Kapitalmarktbesitz gekoppelt ist. Wer Aktien, Fonds, Unternehmensanteile oder Immobilien hält, konnte von der Markterholung profitieren. Wer dagegen vor allem vom laufenden Einkommen lebt, spürt Vermögenszuwächse deutlich weniger.

Genau darin liegt die eigentliche Brisanz der Zahlen. Der Aufstieg in die Millionärsklasse wirkt auf den ersten Blick wie ein Zeichen wirtschaftlicher Stärke. Tatsächlich macht er aber auch sichtbar, dass Vermögen in vielen Ländern schneller wächst als Löhne und Gehälter.

Millionär ist nicht gleich reich

Hinzu kommt: Eine Million US-Dollar Vermögen bedeutet je nach Land, Wohnort und Vermögensstruktur sehr Unterschiedliches. In teuren Immobilienmärkten kann der Millionärsstatus bereits durch Wohneigentum und Altersvorsorge entstehen, ohne dass daraus automatisch großer finanzieller Spielraum folgt.

Trotzdem bleibt der Trend relevant. Die globale Vermögenspyramide verschiebt sich weiter nach oben. Für Banken, Vermögensverwalter und Finanzdienstleister wächst damit eine attraktive Zielgruppe. Gesellschaftlich stellt sich zugleich die Frage, wie breit der Vermögensaufbau tatsächlich getragen wird – und wer dauerhaft außen vor bleibt.

SK

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