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Warnung vor sterbender Chemieindustrie

1 Min.

13.08.2026

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"Die Chemieindustrie stirbt leise". So warnt der Vorstandsvorsitzende des Lübecker Sicherheitstechnik-Herstellers Drägerwerk, Stefan Dräger, vor dem Niedergang der deutschen Chemieindustrie. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur sagte er, die Aufmerksamkeit richte sich vor allem auf die Krise der Automobilbranche. 

Dräger beliefert die Chemieindustrie mit Messgeräten, Warnanlagen und Atemschutzmasken und stellt Personal, das etwa Produktionsprozesse in Chemiewerken überwacht. 

Viele Anlagen würden gar nicht wieder angefahren würden und stillstehen. Der börsennotierte Konzern mit mehr als 16.000 Mitarbeiter und einem Umsatz von annähernd 3,5 Milliarden Euro könne die Verluste aus dem Chemiebereich zwar mit anderen Sparten ausgleichen. Aber der Gang über die Firmengelände mancher Kunden sei mittlerweile trostlos. 

Die Chemiebranche, die zu den größten Industriebranchen des Landes gehört, steckt seit Jahren in einer Krise. Der Branchenverband VCI teilte jüngst mit, dass die Produktion, der Umsatz und die Investitionen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen sind.

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