Der deutsche Einzelhandel kämpft ums Überleben, immer mehr Geschäfte verschwinden aus den Städten. Konkrete Zahlen kommen aktuell aus dem Süden. Bernd Ohlmann, Geschäftsführer beim Handelsverband Bayern, spricht von einem schwierigen Jahr. Zwar stiegen die Umsätze in den Geschäften preisbereinigt um 0,8 Prozent an, die Beschäftigung sank allerdings um 0,4 Prozent, wie das Landesamt für Statistik laut der Deutschen Presse-Agentur mitteilt. Im Dezember lag der Wert sogar ein ganzes Prozent unter dem Vorjahreswert.
Ein Jobabbau über ein ganzes Jahr sei sehr ungewöhnlich. Besonders hart habe es den Textil-Einzelhandel getroffen. Auch viele Kleine hörten auf, das Geschäftesterben gehe weiter, sagte Ohlmann. Die Erwartungen seien ebenfalls schwach. Man könne froh sein, wenn man sein Personal halte könne. Ein Aufbau sei nicht zu erwarten, auch weil die Stimmung im Handel und in der Bevölkerung schlecht sei.