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Schwacher Dollar schafft Vorteile für Reisende, belastet aber deutsche Exporte

Währungsschwäche hilft Urlaubern, verunsichert Exportwirtschaft

Der US-Dollar fällt auf ein Mehrjahrestief, US-Präsident Trump nimmt die Schwäche gelassen hin. Deutsche Urlauber profitieren von günstigerem Wechselkurs, Exporteure sehen Risiken.

2 Min.

29.01.2026

Der US-Dollar hat zuletzt deutlich an Wert verloren und ist auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren gefallen, was in Deutschland vor allem im Bereich Reisen und Auslandsausgaben spürbar wird. Der Kursrückgang bedeutet, dass der Euro mehr Dollar einbringt als früher, was Reisen in die USA und Einkäufe in Dollar-Währung für deutsche Urlauber preiswerter macht, da Ausgaben in US-Dollar weniger Euro kosten. Gleichzeitig führt diese Entwicklung dazu, dass deutsche Exporte in die USA relativ teurer werden, was die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im US-Markt schwächen kann.

Hintergrund der aktuellen Währungsbewegung sind unter anderem politische Aussagen und wirtschaftliche Signale aus den USA. Präsident Donald Trump hat den Dollar-Abschwung öffentlich nicht als Problem dargestellt und in diesem Zusammenhang sogar von den Vorteilen gesprochen, etwa für den Export amerikanischer Produkte. Seine Äußerungen und signalisierte Präferenzen für eine schwächere Währung tragen laut Analysten zur anhaltenden Volatilität des Dollars bei und schüren zeitweise Vertrauensunsicherheiten am Devisenmarkt.

Der Euro hat durch das Kursminus des Dollars zeitweise oberhalb der Marke von 1,20 US-Dollar notiert, was einen der stärksten Werte gegenüber der amerikanischen Währung seit mehreren Jahren darstellt. Eine solche Entwicklung hat kurzfristig positive Effekte für Verbraucher, die in den USA oder in Dollar-basierten Märkten einkaufen oder reisen. Langfristig kann ein zu starker Euro jedoch Exportbranchen unter Druck setzen, weil deutsche Produkte im Ausland weniger preislich attraktiv werden.

SK

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