Russland hat deutlich höhere Ausgaben für Krieg und Militär, als es die letzten Jahre ausgewiesen hat. Das zeigen Zahlen aus einer Analyse, die der Bundesnachrichtendienst (BND) jetzt veröffentlicht hat. Demnach ist der Verteidigungshaushalt Russlands seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 jedes Jahr stark gestiegen.
Darüber hinaus weiche die russische Auslegung des Begriffs »Verteidigungsausgaben« stark von der Definition der NATO ab. So zeigt eine umfangreiche BND-Analyse von Haushaltsdaten, dass der russische Wehretat in den letzten Jahren bis zu 66 Prozent größer war als dargestellt.
Diese Mittel würden nicht nur für den Krieg gegen die Ukraine verwendet, sondern auch für den zusätzlichen Auf- und Ausbau militärischer Kapazitäten, insbesondere in der Nähe zur NATO-Ostflanke. Der BND sieht darin eine konkret wachsende Bedrohung Europas durch Russland.