Verbraucher in Deutschland müssen sich wegen des Iran-Kriegs auf deutlich steigende Preise einstellen. Der Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts IFH Köln, Boris Hedde, sagte laut der Deutschen Presse-Agentur, die Beschaffungswege seien kosten- und energieintensiv. Schon nach Beginn des Kriegs in der Ukraine seien die gestiegenen Ausgaben für Lieferung, Logistik und Energie bei den Verbrauchern angekommen.
Auch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nimmt an, dass die aktuelle Nahostkrise die gesamte Rohstoffproblematik und damit die inländischen Produktionskosten weiter beeinträchtigen werde.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erwartet durch die Kostensteigerungen bei Gas und Öl Auswirkungen auf die Produktion von Lebensmitteln und Getränken. Viele Produktionsprozesse wie Trocknen oder Backen seien auf Erdgas angewiesen. Steigende Ölpreise verteuern laut Verband Diesel- und Kraftstoffe und so insbesondere die Logistik. Gesperrte Transportwege, längere Routen und geringere Containerkapazitäten erhöhten Fracht- und Logistikkosten.