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Bärbel Bas: Ein Rücktritt mit Folgen?

Die SPD-Co-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas hat am Vormittag überraschend ihren Rücktritt erklärt. Welche Folgen hat diese Entscheidung für die Koalition und die deutsche Wirtschaft?

2 Min.

12.10.2026

»Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten«, so beginnt die Erklärung mit der Bas am Vormittag das sofortige Niederlegen ihrer Ämter mitteilt. Doch sie gibt nicht nur persönliche Gründe für den Rücktritt an: »Darüber hinaus muss ich leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden«, heißt es darüber hinaus - eine Äußerung, die nach Ansicht von ZDF-Kommentator Dominik Rzepka noch zum Sprengstoff für die Koalition werden könnte und bereits jetzt für Gesprächstoff sorgt. SPD-Politikerin Manuela Schwesig etwa bezeichnete die »Attacken der CDU« auf Bas als »unmenschlich« und »rücksichtslos«. Bas war zuletzt aufgrund der geplanten Rentenreform in die Kritik geraten. Der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte beispielsweise im September geäußert, während der Sommerpause diesbezüglich keinen Gesetzentwurf bekommen zu haben. »Frau Bas und Friedrich Merz waren sich einig«, stellte er damals fest. 

Nach der Rücktrittserklärung würdigte der Bundeskanzler Friedrich Merz die Arbeit der Ministerin. Ihre Entscheidung verdiene Respekt erklärte er auf den sozialen Medien. 

Bas' Nachfolger im Arbeitsministerium sollnun Alexander Schweitzer werden. Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat zudem angekündigt, Neuwahlen der Parteiführung durchzuführen. Dies sei notwendig, »damit wir Klarheit über die personelle Aufstellung und auch Klarheit über den programmatischen Kurs der SPD haben«, erläuterte er. 

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