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IWF stellt Ukraine neuen Milliardenkredit bereit

8,1 Milliarden US-Dollar sollen Staat funktionsfähig halten

Neue Finanzhilfe für die Ukraine: Der IWF stellt einen Kredit über 8,1 Milliarden US-Dollar bereit. Ziel ist es, die staatliche Handlungsfähigkeit trotz Krieg zu sichern. Auch langfristige Reformen sind Teil des Programms.

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27.02.2026

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat ein neues Kreditprogramm für die Ukraine im Umfang von 8,1 Milliarden US-Dollar genehmigt. Das Darlehen ist auf vier Jahre angelegt und soll die wirtschaftliche Stabilität des Landes während des anhaltenden Krieges sichern. Ein erster Teilbetrag von 1,5 Milliarden US-Dollar wird unmittelbar ausgezahlt.

Die Mittel sollen vor allem dazu beitragen, den ukrainischen Staat arbeitsfähig zu halten und laufende öffentliche Ausgaben zu finanzieren. Seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 steht die Wirtschaft des Landes unter massivem Druck, Infrastruktur und Industrie wurden schwer beschädigt.

Das Kreditprogramm ist Teil eines umfassenden internationalen Unterstützungspakets von rund 136,5 Milliarden US-Dollar. Damit sollen die erwarteten Haushaltsdefizite der Ukraine über mehrere Jahre hinweg abgedeckt werden.

Neben kurzfristiger Stabilisierung soll das Programm auch Strukturreformen fördern, etwa im Bereich Korruptionsbekämpfung und Finanzverwaltung. Der IWF rechnet für 2026 mit einem moderaten Wirtschaftswachstum von etwa 1,8 bis 2,5 Prozent sowie einer deutlich sinkenden Inflation.

Langfristig bleiben die finanziellen Herausforderungen jedoch enorm. Schätzungen zufolge könnten allein die Kosten für den Wiederaufbau der Ukraine in den kommenden zehn Jahren rund 588 Milliarden US-Dollar betragen.

SK

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