Angesichts einer massiven Ertragskrise im klassischen Automobilgeschäft setzt der Technologiekonzern Bosch künftig stärker auf den rasant wachsenden Zukunftsmarkt der Automatisierung und humanoiden Robotik. In Berlin machte Konzernchef Stefan Hartung laut der Deutschen Presse-Agentur deutlich, dass mit dem Aufkommen humanoider Roboter der Bedarf an Bosch-Lösungen rasant steige. Er stellte in Aussicht, dieses Segment zu einem Geschäft in Milliardenhöhe zu entwickeln.
Dabei will Bosch nicht selbst als Hersteller humanoider Roboter auftreten, sondern als Partner das "Gehirn und Nervensystem" für diese Systeme liefern. Eine wichtige Rolle dabei spielen mikroelektromechanische Systeme (MEMS-Sensoren). Mit diesen Sensoren, in denen Bosch bereits Weltmarktführer ist, bekommen Roboter einen feinen Tastsinn. Der Markt gilt als höchst lukrativ. Schätzungen zufolge soll das Marktvolumen für MEMS-Sensoren bis 2030 auf über 19,2 Milliarden US-Dollar anwachsen.