Börse

Porsche erlebt historischen Gewinneinbruch

Milliardenkosten und schwache China-Nachfrage drücken Ergebnis

Der Sportwagenhersteller Porsche erlebt einen historischen Gewinneinbruch. Der Nettogewinn sinkt 2025 um mehr als neunzig Prozent. Hohe Umbaukosten und schwache Verkäufe in China belasten das Geschäft.

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11.03.2026

Der Sportwagenhersteller Porsche hat für das Geschäftsjahr 2025 einen drastischen Gewinneinbruch gemeldet. Der Nettogewinn des Unternehmens sank im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent auf nur noch rund 310 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte der Konzern noch etwa 3,6 Milliarden Euro verdient.

Auch beim Umsatz musste Porsche Rückgänge hinnehmen. Die Erlöse sanken um knapp zehn Prozent auf etwa 36,3 Milliarden Euro. Besonders die schwache Nachfrage im wichtigen Markt China sowie steigende Kosten im Zuge der strategischen Neuausrichtung belasteten das Geschäft.

Ein zentraler Faktor für den Gewinneinbruch sind milliardenschwere Sonderkosten. Porsche investiert derzeit umfangreich in die Anpassung seiner Modellstrategie und reagiert damit auf Unsicherheiten beim Übergang zur Elektromobilität. Gleichzeitig wurden zusätzliche Mittel für die Weiterentwicklung klassischer Verbrennungsmotoren eingeplant.

Hinzu kommen geopolitische und handelspolitische Belastungen. Neue Importzölle in den USA sowie ein intensiver Wettbewerb im chinesischen Automarkt drücken zusätzlich auf die Profitabilität.

Der Gewinneinbruch unterstreicht die schwierige Phase der globalen Automobilindustrie. Viele Hersteller kämpfen derzeit gleichzeitig mit hohen Investitionen in neue Technologien, unsicherer Nachfrage in wichtigen Märkten und steigenden Kosten in den internationalen Lieferketten.

SK

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