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Asiens Börsen brechen ein — Südkoreas Kospi verliert über 12 Prozent

Nahost-Konflikt löst stärksten Kurseinbruch an asiatischen Märkten seit Jahren aus

Die Eskalation im Nahen Osten erschüttert Asiens Börsen. Besonders stark trifft es Südkorea: Der Leitindex Kospi verliert zeitweise mehr als 12 Prozent. Investoren fürchten steigende Ölpreise und eine Störung globaler Handelsrouten.

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04.03.2026

Die Eskalation im Nahen Osten sorgt für massive Turbulenzen an den asiatischen Finanzmärkten. Besonders stark betroffen ist Südkorea: Der Leitindex Kospi verlor zeitweise mehr als 12 Prozent und verzeichnete damit einen der größten Tagesverluste seiner Geschichte.

Der Ausverkauf erfasste nahezu alle großen Börsen der Region. Auch in Japan, Taiwan und China gaben die Aktienmärkte deutlich nach. Investoren reagierten damit auf wachsende Sorgen über eine länger anhaltende militärische Eskalation und mögliche Folgen für Energiepreise und Welthandel.

Energieabhängigkeit verstärkt Marktreaktion

Besonders stark trifft die Entwicklung Länder, die stark von Ölimporten abhängig sind. Südkorea zählt zu den größten Energieimporteuren der Welt, weshalb steigende Ölpreise unmittelbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Industrie haben können.

Die Angst vor Störungen wichtiger Transportwege – insbesondere der Straße von Hormus – verstärkt diese Sorgen zusätzlich. Ein erheblicher Teil des weltweit transportierten Rohöls passiert diese Meerenge, sodass eine Blockade oder Einschränkung unmittelbare Folgen für Energiepreise und Inflation hätte.

Technologiekonzerne besonders betroffen

In Südkorea traf der Ausverkauf vor allem große Technologiewerte. Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK Hynix verloren jeweils rund ein Fünftel ihres Börsenwertes und zogen damit den gesamten Index nach unten.

Zusätzlich verstärkten massive Kapitalabflüsse ausländischer Investoren die Marktbewegung. Innerhalb kurzer Zeit wurden Milliardenbeträge aus dem südkoreanischen Aktienmarkt abgezogen, während gleichzeitig die Landeswährung Won unter Druck geriet.

Märkte bewerten geopolitische Risiken neu

Analysten sprechen von einer umfassenden Neubewertung geopolitischer Risiken. Während Investoren zunächst von einem kurzen militärischen Konflikt ausgegangen waren, wächst nun die Sorge vor einer länger anhaltenden Krise mit möglichen Folgen für Energieversorgung, Inflation und globales Wachstum.

Die Reaktion der asiatischen Börsen zeigt damit, wie sensibel Finanzmärkte auf geopolitische Entwicklungen reagieren. Besonders exportorientierte Volkswirtschaften und energieabhängige Industriestaaten geraten in solchen Phasen schnell unter Druck.

SK

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