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US-Notenbank Fed: Zinswende wird hinausgezögert

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Es gibt vorerst keine Zinsanpassung. Dafür entschied sich die US-Notenbank Federal Reserve bei der Sitzung in dieser Woche. Auch weiterhin wird der US-Leitzins in einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent liegen. Schon seit Ende 2008 verharrt der Leitzins auf diesem Rekordtief.
Für das laufende Jahr erwarten die Mitglieder des Offenmarktausschusses aber eine Leitzinserhöhung. Laut der Fed-Prognosen glauben die FOMC-Mitglieder, dass der Zins Ende des Jahres bei 0,375 Prozent liegen wird.
Erst wenn der Aufschwung in den USA dauerhaft stabil ist, will die Fed ihren Leitzins erhöhen. Die Spannung an den Finanzmärkten ist groß. Die letzten US-Konjunkturdaten waren gemischt: Die Einzelhandelsumsätze legten im August weiter zu, doch die Industrieproduktion ging hingegen zurück. Auch der Crash in China belastete die Weltwirtschaft.
Die Nachricht der Federal Reserve ließ den DAX am Freitag erneut fallen. Der deutsche Leitindex ging unter die Marke von 10.000 Punkten. Die Reaktionen an den Aktienmärkten fielen allerdings unterschiedlich aus: Chinesische Aktien profitierten, an den Börsen in den USA, Japan und in Deutschland gab es hingegen Verluste.
Kritik an der Nullzinspolitik äußert Wirtschaft TV-Chefredakteur Manuel Koch: „Dass die US-Notenbank weiter nicht die Zinsen angehoben hat, passt zur vorsichtigen Führung von Fed-Chefin Janet Yellen. Sie muss aber aufpassen, ihre Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren. Im Gegensatz zu Europa ist die US-Wirtschaft für die Zinswende stark genug. Es wäre das richtige Signale und ein wichtiger Schritt aus den Milliarden-Stützungsmaßnahmen. Das künstliche Gelddrucken geht schon viel zu lange.“
Foto: DonkeyHotey, flickr

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