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Facebook löscht QAnon-Accounts und Inhalte

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Facebook verstärkt seine Anstrengungen, die QAnon-Verschwörungsszene auf der eigenen Plattform an der Ausbreitung zu hindern. Am Dienstag gab der Techgigant in einem Blogpost bekannt, dass alle Seiten, Gruppen und Instagram-Accounts, die in Zusammenhang mit der QAnon-Verschwörung stehen, gelöscht werden. Zuvor hatte Facebook bereits Seiten und Gruppen von QAnon-Verschwörungsideologen gesperrt, die zu Gewalt aufriefen oder Gewalt verherrlichen.

Nach den neuen Unternehmensregeln sind private Accounts und private Posts die sich mit QAnon behandeln, weiterhin erlaubt. Facebook will nach eigenem Statement aber die Ausbreitung und Möglichkeit einschränken, dass sich Anhänger der Verschwörungsideologie in Gruppen versammeln können. Grund dafür ist unter anderem die Möglichkeit, in Gruppen und auf Seiten, Inhalte anonym oder ohne Klarnamen zu teilen und zu veröffentlichen. Aus diesem Grund werden auch alle Instagram-Accounts, die mit der Verschwörungsideologie in Zusammenhang stehen, gelöscht, da User nicht ihre wahre Identität nutzen müssen.

Anhänger der QAnon-Verschwörungsideologie glauben, dass Präsident Donald Trump gegen eine einflussreiche, weltweite, teils satanische Elite kämpft. Diese soll Kinder entführen, in unterirdischen Bunkern und Verstecken gefangen halten, foltern und ermorden und aus dem Blut eine Verjüngungsdroge herstellen. Die Bewegung beinhaltet teilweise auch rechtsradikale Züge.

Im August 2019 wurde QAnon vom FBI als inländische terroristische Bedrohung eingestuft. Facebook hat sich entschieden, die Nutzungsregeln zu überarbeiten, nachdem beobachtet wurde, wie von solchen Gruppen immer wieder Falschinformationen, zuletzt zu den Feuern im Westen der USA, verbreitet wurden.

 

 

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