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Square: Zahlungsdienst hält Zahlungen an Online-Händler zurück

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Der Zahlungsdienst Square, gegründet vom Twitter-Erfinder Jack Dorsey, behält immer größere Teile von Zahlungsanweisungen zurück, berichtet die New York Times. In einigen Fällen werden 30 Prozent der angewiesenen Gelder einbehalten, so dass Händler nur zwei Drittel des Verkaufspreises für gelieferte Ware erhalten. Das bringt sie in der Pandemie in Existenznöte.

Square bestätigt, einen Teil der überwiesenen Summen zurückzubehalten. Dies geschehe bei „riskanten Verkäufern“, die 0,3 Prozent ausmachten. Bei ihnen würden 30 Prozent der Zahlungen 120 Tage lang als Sicherheit geparkt, um gegen spätere Regressforderungen von Kunden gewappnet zu sein. Das Einbehalten eines Teils der überwiesenen Beträge zur Absicherung ist legal, jedoch macht bislang nur Square von der Möglichkeit Gebrauch.

Betroffen seien tausende von kleinen Online-Händlern. Sie haben inzwischen eine Online-Petition ins Leben gerufen, die bisher 1800 Menschen unterzeichneten. Darin fordern sie Square auf, diesePraxis zu stoppen. Sie widersprechen auch der Behauptung, sie seien „riskante Händler“, was der New York Times zu Folge glaubhaft ist.

Die Tageszeitung bringt Squares Verluste dabei ins Spiel. Der Zahlungsdienstleister ist von der Corona-Krise stärker betroffen als sein Konkurrent PayPal. Im Gegensatz zu diesem hat Square sich auf Kunden mit physischen Läden konzentriert, die während des Lockdowns schließen mussten und denen so die Umsätze wegbrachen. Die Firma macht letzten Monat 106 Millionen Dollar Verlust und sah sich gezwungen, seine Sicherheitsreserven um 290 Prozent zu erhöhen.

Bildquelle: depositphotos.com/piter2121

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