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Nvidias KI soll Daimlers selbstfahrende Karossen lenken

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Daimler kündigte die gemeinsame Entwicklung von Software mit BMW auf und kooperiert jetzt mit Nvidia. Mit der Künstlichen Intelligenz von ‚Nvidia Drive‘ will Daimler im Wettbewerb um die Entwicklung von „autonomen“ Fahrzeugen gegen Googles Waymo oder Tesla bestehen.

Daimler CEO Ola Källenius gab gestern die Zusammenarbeit mit den Spezialisten aus Santa Clara bekannt, berichtete die Süddeutsche Zeitung. 1993 als Hersteller von Grafikkarten gegründet, hat sich das Unternehmen inzwischen als einer der führenden Entwickler von Künstlicher Intelligenz etabliert. Bis Ende 2024 soll die gesamte Mercedes-Palette auf die Software von Nvidia umgestellt werden, weiß das Handelsblatt.

Die Software auf Nvidia-Basis soll ständig weiterentwickelt werden und die Fahrzeuge Daimlers werden dann ihre Updates eigenständig über das Mobilfunknetz durchführen können. Während ihrer Nutzungsdauer könnten dann die Autos ständig verbessert werden; ein Vorteil, mit dem bislang Tesla sich von Konkurrenten abgehoben hat. Für die Entwickler für die Systeme zum autonomen Fahren dürfte dabei auch die Erhebung von ‚Big Data‘ relevant sein; und auch hier haben bislang Waymo und Tesla die Nase vorn. Nvidia hat Daimler auch keine Exklusivität zugesichert. BMW und Daimler, im Wettrennen um das autonome Fahren weit abgeschlagen, versuchten, die aufwändige Software kooperativ zu entwickeln. Offenbar haben sie die Aufgabe unterschätzt. Auch BMW kocht jetzt weiter mit ‚Mobileye‘ an seinem eigenen Süppchen.

Die Euphorie bei der Entwicklung von vollständig selbstfahrenden Autos wurde deutlich gebremst. Zwar soll es „bald“ einen Mercedes geben, der „Teilabschnitte von Autobahnen“ vollständig autonom befahren können soll, heißt es nun aus der Konzernzentrale. Aber diese Ankündigung bleibt weit hinter den noch vor zwei Jahren gegebenen vollmundigen Versprechen zurück, Daimler könne 2021 „Flotten von fahrerlosen Taxis“ bereitstellen.

In den autofreundlichen USA gab es bei Tests von teilautonomen Wagen trotz Fahrern, die immer noch an Bord sein mussten, mehrere schwere Unfälle, die durch die Fahrroboter verursacht wurden. Das gab nicht nur negative Publicity, sondern führte auch zu strengeren Bestimmungen. Auch lassen sich die Straßenverhältnisse in den Vorstädten Arizonas oder Kaliforniens nicht auf europäische Bedingungen übertragen. Internationale Forscher stießen auf große Schwierigkeiten, vor allem bei der Interaktion mit menschlichen Verkehrsteilnehmern.

 

 

Bild: Depositphotos.com/SundryPhotography

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