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Anfällig für Rückschlag? Trotz Unruhen boomen die US-Aktienmärkte

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Die Wall Street feiert wieder neue Erfolge, während seit dem Tod von George Floyd unzählige Amerikaner gegen Rassismus und Polizeigewalt protestieren. Unternehmensteile können nur erworben werden, wenn Investoren zuversichtlich in die Zukunft blicken. Aktienmärkte sollen ein Indikator für die zukünftige makroökonomische Entwicklung sein. Laut dem Ökonomen Mathias Binswanger hängt dieser Mechanismus mit den erwarteten Dividenden zusammen.

Die USA stecken in der Krise, weil sie momentan mit mehreren sensiblen Themen zu kämpfen haben. Zum gehen nach dem Tod von George Floyd die Bürger in Massen auf die Straße, um zu demonstrieren. Dabei kommt es in vielen Städten zu Randalen und Plünderungen. Aber dies ist nicht der einzige Brennpunkt, denn das Coronavirus, welches in den USA bereits über 100.000 Tote nach sich zog, ist immer noch ein großes Thema. Es wird befürchtet, dass durch die vielen Demonstrationen weitere Infizierte dazukommen und noch mehr Menschen in arbeitslos werden.

Überraschenderweise lassen sich die Aktienmärkte davon nicht sonderlich beeindrucken. Diese haben mittlerweile schon wieder das Niveau ihrer Vor-Krisen-Höchstwerte erreicht. Vergangene Krisen haben gezeigt, dass die Kurse nach einem Tief schnell wieder ansteigen können und sich dadurch hohe Renditen erzielen lassen. Es könnte passieren, dass die Öffentlichkeit ab einem bestimmten Punkt die Kurse als manipuliert ansehen könnte, weil der Markt nicht länger einen realitätsbezogenen Zukunftsausblick widerspiegelt. Die steigenden Risiken könnten den Aktienmarkt stark “verwundbar“ machen.

 

 

Bild: Depositphotos.com/dndavis

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