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New Yorks Sterne-Köche bekochen jetzt Milliardäre

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New York City ist weltberühmt für seine edlen Restaurants. Doch in Zeiten von Corona müssen die ihre Pforten schließen und selbst Sterne-Köche auf die Straße setzen. Private Arbeitsvermittler putzen jetzt bei zahlungskräftigen Kunden die Klinken und versuchen die Küchentalente unter den Deckel zu bekommen.

Betroffen sind die Köche selbst von weltberühmten und vielfach ausgezeichneten Restaurants wie ‚Eleven Madison Park‘ in Manhattan (drei Michelin-Sterne), oder das ‚Daniel‘, zwei Sterne im Guide Michelin und laut New York Times eines der fünf besten französischen Restaurants in New York City. Ebenso sind die Köche vom ‚Jean Georges‘, das zu den besten Restaurants der Vereinigten Staaten gezählt wird und sogar vom französischen Außenministerium für seine Küche empfohlen wird, jetzt auf Arbeitssuche. Für die Chefköche sind private Arbeitgeber oft der einzige Weg, der Arbeitslosigkeit zu entgehen.

Ian Tenzer, mit 29 Jahren Sous Chef im ‚Eleven Madison Park‘, sagte gegenüber der ‚NewYork Post‘ (NYP): „Ich kann es nicht ertragen, nicht zu arbeiten. Ich vermisse die Küche.“ Vor sechs Wochen wurde er entlassen. „Als Privatkoch zu arbeiten war schon immer ein Aspekt des Handwerks. In dieser Situation ist es wirtschaftlich aber auch beruflich eine gute Wahl.“

Sterne-Köche erhalten als Angestellte von Privatiers durchschnittlich sogar ein 20 bis 30 Prozent höheres Salär, weiß die NYP zu berichten. In Privathaushalten winkten Spitzengehälter von bis zu 200.000 Dollar pro Jahr, in Restaurants meist nur bis zu 100.000. Die in Restaurants angestellten Köche seien oft unterbezahlt, meint ein Arbeitsvermittler.

Allerdings gehen die Meinungen über die Behandlung bei privaten Arbeitgebern auseinander. Das dürfte im Wesentlichen eine Frage der Chemie sein, denn nicht jeder Starkoch kann gleichzeitig kochen und mit Familie, Kindern und Gästen umgehen. In einem Restaurant können talentierte, junge Köche zudem von erfahrenen Kollegen lernen und sich schneller verbessern; so dass die meisten vermutlich nach der Krise dorthin wieder zurückkehren würden.

Bildquelle: depositphotos.com/ufabizphoto

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