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Deutsche Goldreserven: 43 Prozent in New York 

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Die Bundesbank hat nun erstmals einen detaillierten Überblick über die deutschen Goldbestände veröffentlicht. Ein Großteil des deutschen Goldes liegt demnach noch immer im Tresor der New Yorker Notenbank. Gleich um die Ecke von der Wall Street.

Die Liste beinhaltet die Standorte Frankfurt am Main, London, Paris und New York. Immer zum Jahreswechsel wird sie aktualisiert. Stand ist der 31. Dezember 2014.

Neben den Barrennummern und Details über Inventarnummer zeigt die Liste auch das Bruttogewicht, Feingewicht und Angaben zum Feinheitsgrad der Goldreserven.

Die Bundesbank reagiert mit der Liste auf immer lauter gewordene Stimmen für eine transparentere Bilanzierung. Auch forderten Kritiker eine vollständige Offenlegung der Goldbestände. Die Bundesbank beseitigt mit der Liste nun Zweifel am Umfang und der Vollständigkeit. Auch der Bundesrechnungshof hatte eine Inventur gefordert. Insgesamt verfügt Deutschland laut der Liste über rund 3.384 Tonnen Gold. Umgerechnet sind das 107 Milliarden Euro. Nach den Vereinigten Staaten hält die Bundesrepublik damit die zweitgrößten Reserven der Welt.

35 Prozent lagern dem Bericht nach in Frankfurt, 43 Prozent in New York, 13 Prozent in London und die verbleibenden 9 Prozent in Paris. Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele versprach nun, spätestens 2020 seien 50 Prozent der deutschen Goldreserven wieder in Frankfurt.

Der Plan ist zukünftig 50 Prozent in Deutschland einzulagern, 37 Prozent sollen in den USA bleiben und 13 Prozent in Großbritannien deponiert werden. Die Lagerstelle in Frankreich wird aufgelöst.

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