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Air France-Attacken: Nachspiel für Randalierer

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Der Sparplan bei der französischen Fluglinie Air France hat bei den Beschäftigten ungeahnte Aggressionen freigesetzt. Am Montag hatten wütende Mitarbeiter einen Sitzungssaal gestürmt und wurden gegen einige Spitzenmanager handgreiflich. Umso bemerkenswerter, weil es bei dem Treffen der Konzernführung und dem Betriebsrat um die Rechte von üppig bezahlten Piloten ging. Personalchef Xavier Broseta musste von Sicherheitsmitarbeitern begleitet fliehen. Am Ende wird ihm das Hemd vom Leib gerissen.

Gegen die Randalierer wird nun Anzeige erstattet. Ihnen drohen rechtliche Konsequenzen. Rückendeckung kommt nun auch vom französischen Ministerpräsidenten Manuel Valls: „Nichts kann solche Taten rechtfertigen. Das ist das Werk von Schlägern. Die Justiz wird jene identifizieren, die mit solch einer unbeschreiblichen Gewalt vorgegangen sind. Gewalt ist in unserer Gesellschaft nicht akzeptabel.“

Air France ist angeschlagen. Geriet schon seit längerem durch die Konkurrenz von Billigfliegern und bei Langstreckenflügen unter Druck. Ein neuer Sparplan muss her. Der sieht Kürzungen von 2.900 Stellen vor. Für die Airline unvermeidbar, um wieder konkurrenzfähig zu werden.

Foto: Peter Russell, flickr

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